Angetestet: Android 4.0 Mini PC

Ich hatte ja schon mal über meinen Funai mit den zig Anschlussmöglichkeiten berichtet, praktisch eine eierlegende Wollmilchsau – nur leider keine sehr smarte, Internet, Netzwerk, USB usw. hat er nicht.

Meine erste Überlegung ging natürlich in Richtung Raspberry Pi, aber so 100% überzeugt war ich davon jetzt auch nicht – und immer mein Tablet anschließen ist auch nicht der wahre Jakob.

Also habe ich mich mal ein wenig im Breich der Android Settop Boxen umgesehen und bin recht schnell auf den so genannten Android 4.0 Mini PC (wird auch unter zig anderen Namen (ua. MK802) zu Preisen zwischen ~60 und 150€ verkauft) gestoßen.

A10 Cortex A8 mit einem GHz, 1GB DDR3 RAM. 4 GB interner Speicher, per Mikro-SD um 32 GB erweiterbar sowie einen normalgroßen USB-Host und einen Mini-USB-OTG-Port inkl. Adapter (natürlich nur wenn der Mini-USB Port nicht als Stromversorgung dient)? Für unter 60€? Viel falsch machen kann man da ja nun wirklich nicht! Also bestellt und mit etwas Verspätung nach 12 Tagen auch bekommen (lag nicht “direkt” am deutschen Händler, da hatte es wohl beim Zoll Kuddelmuddel gegeben).

Dem überraschten DHL-Menschen das Paket aus der Hand reissen und noch im laufen auspacken war eins – Ihr könnt Euch vorstellen wie überrascht ich bei dem Preis war in der Versandverpackung einen kleineren, androidgrünen Karton zu finden der einen sehr hochwertigeren Eindruck macht – hochwertiger jedenfalls als die Verpackung so manches “Premiumherstellers” (Ja japanischer Konzern mit 4 Buchstaben dessen Smartphones mit einem X beginnen, Dich meine ich!). Auf der Rückseite war nochmal eine Liste mit den Spezifikationen und dann ging es auch schon an’s “Eingemachte.

Neben einer “Bedienungsanleitung” (Mehr als mir sowohl der oben genannte Japaner wie auch ein nicht ganz unbekannter Konzern aus Südkorea bei ihren Geräten beigelegt haben) war wirklich alles dabei was man braucht – naja fast alles: Eingabegeräte (ich nehme meine schnurlose Maus-/Tastaturkombination K260 von Logitech die eigentlich an meinem “Desktoprechner” hängt da bei meiner ebenfalls schnurlosen Delux-Kombi die Tastatur aus mir unerfindlichen Gründen an keinem Android-Gerät funktioniert – Bluetooth hat der Kleine ja leider nicht (auch keine Treiber dabei, ich habe verschiedene Sticks ausprobiert)) fehlen natürlich aber sonst ist alles da: Netzteil, Mikro-HDMI-Kabel, Mini-USB-Kabel, Mini-USB-OTG-Adapter und natürlich der PC (haha) selber, gerade mal etwas größer als eine Streichholzschachtel und in meinem Fall weiß (Schwarz wäre mir zwar lieber gewesen, war aber gerade ausverkauft…).

Alles angechlossen, schnell noch eine 16 GB Mikro-SD reingeschoben (Schadet ja nie) und … Äh?

Wo is’n hier der Powerbutton? Bedienungsanleitung her… Nix Powerbutton… Hö? Auf den Monitor geschaut… Oh!

Der Mini PC hat also gar keinen Stromschalter – wenn Stecker drin Strom da! Na ok, wenn man’s weiß…

Aber wie schaltet man den aus… Oh, der “Strom-” Schalter an meiner Tastatur (Dieses Sleepbuttonding halt) funktioniert wie der Powerbutton eines Android-Tablets/Smartphones: Kürzes Ddrücken: Bildschirm aus, Langes Drücken “Wollen Sie das Gerät ausschalten?”. Gut zu wissen.

Wlan-Verbindung? Kein Pro… OK kein großes Problem, das Gerät ist noch auf englisch eingestellt, da kann ich mein Passwort ja lange eingeben.

Also den Stick auf deutsch eingestellt und … Klappt! Also irgendwie! Zumindest bis auf die Tastaturbelegung, die bleibt nämlich englisch. Aber wozu habe ich mir damals die External Keyboard Helper App gekauft? Die funktioniert nicht nur mit Bluetooth-Tastaturen sondern auch super mit 2,4 GHz Hackbrettern.

Sonst noch was? Achja, Google-Account einrichten und Apps runterladen!

Klappt, wenn auch nicht 1a so doch zumindest 1c!

Einige Apps lassen sich nämlich schlicht und einfach nicht installieren (zB Twitter, Evernote) während andere bei denen ich viel eher den Versdcht hatte es könne zu Problemen kommen gar keine Mucken gemacht haben (zB Spiele wie Bard’s Tale aber auch die Angry Bird’s etc.). Der Amazon App Shop kann übrigens NICHT installiert werden, weiß der Henker warum…

Könnte an der Hardware liegen, könnte am ROM liegen – aber nach allem was ich rausgefunden habe soll es da wohl “in Kürze” ein Firmwareupdate geben… Ansonsten wird wohl auch schon eifrig an einem CM-ROM gebastelt, da der MK802 (also der Mini PC) wohl der verbreitetste Vertreter seiner Art is, was durchaus am niedrigen Preis und dem guten Preis-/Leistungsverhältlnis liegen könnte ;-)

Aber weiter im Text!

Das Netzwerk funktionierte, meine Samba-Shares konnte ich sehen – also wurde es Zeit für Skifta meine DLNA-/UPnP-Waffe der Wahl am Androidgerät.

Installiert, eingerichtet, klappt – nicht! Der mitgelieferte Player zeigt mir irgendwas auf chinesisch(?) an.

Auch kein Problem, schnell den VLC nachinstalliert und Viola: Alles funktioniert!

Jetzt erstmal aufräumen und alle vorinstallierte Software deinstallieren – und zwar wie jede andere selbstinstallierte App auch! Alle Apps sind “User”-Apps, im System sind wirklich nur die Apps die – nunja – zum System gehören!

Und da der Mini PC bereits gerootet ausgeliefert wird gibt es da absolut keine Schwierigkeiten!

Und wo wir gerade bei Root sind: Das erlaubte mir dann auch sehr einfach mit 2-3 Klicks und der enstsprechenden App die BIldschirm”auflösung” zu verändern so dass die bei mir benutzten 1280*720 Pixel auch etwas optimaler genutzt werden können, würde ich Icons und Texte in gefühlt 640×480 an 19″ anschauen wollen hätte ich mir keine neue Brille machen lassen müssen ;-)

Wenn es doch immer und vor allem auch bei “höherpreisigen” Herstellern so angenehm wäre – bei dem Japaner mit den 4 Buchstaben habe ich Stunden gebraucht das System sauber zu kriegen so viel Bloatmist war da vorinstalliert – und alles im System!

Fazit

Obwohl es noch an ein paar kleinere Haken und Ösen (So lässt sich zB die Google Plus App isntallieren, man kann aber nichts posten) gibt ist der Android 4.0 Mini PC eine wirklich feine Sache, vor allem wenn man eh’ überlegt seinen TV um Smart-TV-Funktionen zu erweitern und nciht viel Geld ausgeben will.

Bilder

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6 Antworten auf “Angetestet: Android 4.0 Mini PC”

  1. Luke sagt:

    Hi,

    danke für deinen super Bericht, jedoch die Frage ob der mini-USB Port dann für Strom belegt ist, bleibt offen. Im Bild sieht man zwar den Adapter mit USB-Stick, aber für was braucht man dann wirklich den Stromanschluss?

    LG
    Luke

    • cyberfux sagt:

      Die Stromversorgung kann entweder über das mitgelieferte Netzteil oder aber über den Mini-USB-Port erfolgen – ich nehme halt das Netzteil weil mein TV nicht genug Spannung über USB liefert.

  2. Luke sagt:

    Hi Cyberfux,

    noch ein Frage bezüglich Streams über Youtube bzw. TV-Streams.
    Laufen die flüßig und Ton synchron dazu?

    Vielen Dank im Voraus für deine Antworten!

    LG
    Luke

    • cyberfux sagt:

      Relativ flüssig würde ich sagen – wenn es mal hakt, dann liegt es aber nicht am Stick sondern daran, dass mein Mitbewohner mal wieder ZAttoo aufhat und die 16000er DSL-Leitung der Telekom damit recht ausgelastet ist ;) Alles was “von intern” kommt läuft rund.

  3. cyberfux sagt:

    Kleiner Nachtrag:
    Nachdem der erste Stick sich verabschiedet hatte und der 2. nicht richtig funktioniert hat habe ich von den Dingern wieder Abstand genommen und mir lieber ein Jelly Bean-Tablet bestellt ;-)

    Habe mittlerweile aber rausgefunden, dass ich wohl einen “Nachbau” hatte, die orginalen Rikomagic (die genauso aussehen) http://www.rikomagic.de/ sollen wesentlich besser verarbeitet sein, zudem hat man da deutschsprachigen Support der die Bezeichnung auch wert ist etc. pp.

    Also wenn ich mir nochmal einen Stick holen würde dann einen von Rikomagic ;-)

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