Ubuntu Homeserver Teil 1 – Das System

Das übliche Bild eines Servers: Zugriff per SSH vom Desktop aus

So, wie schon vor einiger Zeit schon angekündigt schreibe ich mal ein bisschen darüber wie ich mir meinen kleinen Ubuntu Homeserver eingerichtet habe.

Vorab jedoch zwei Anmerkungen:

Da ich chronisch faul bin ablaufoptimiert arbeite werde ich bei Abschnitten für die es bereits gute Tutorials gibt nur von mir angewandte Änderungen o.ä. anmerken und ansonsten auf  die entsprechenden vorhandenen Beiträge verweisen – je nach Thema wird es also eher den Charakter einer Linkliste haben.

Zum anderen wird dies eine mehrteilige Serie – für jede “Funktion” eine.

Angefangen wird logischerweise mit der Installation des Grundsystems, in meinem Fall war es noch Ubuntu 11.10 in der Servervariante, aktuell ist Ubuntu 12.04 (wobei ich noch nicht aktualisiert habe: never change a running system!)

Die Hardware

Was braucht ein Server?

  • Den Rechner – logisch
  • Monitor und Eingabegeräte – für die Installation
  • Eine USV – sollte schon sein
  • Speicherplatz
  • Ein Betriebssystem
Okay, ein Server muss kein Highendrechner sein, da tut es im Prinzip auch eine “alte Kiste” – nur haben ältere Geräte die Angewohnheit Stromfresser zu sein.
Ich habe mich dann sowohl strom- wie auch platzsparend für einen vorhandenen EeePC 701 4G entschieden, der ist nicht nur klein und stromsparend sondern bringt auch noch Ein- und Ausgabegeräte sowie in Akkuform eine USV mit!
Am 701er hängt ein aktiver USB-Hub an welchem wiederum meine bereits vorhandenen externen USB-Festplatten hängen (welche leider alle bereits Daten enthielten und aus Kompatibilitätsgründen auf NTFS formatiert waren).
Als Betriebssystem dient in meinem Fall Ubuntu in der textbasierten Servervariante (Also ohne grafischen Windowmanager etc.) – mehr braucht ein Server nicht – und für wen der “Alltagsbetrieb” in der  Konsole nicht wirklich der wahre Hugo ist für den gibt es ja browserbasierte Administrationslösungen auf die ich noch eingehen werde.

Die Software

In diesem Schritt braucht man nur das Ubuntu-Server-Image, welches ich direkt bei Canonical heruntergeladen habe und dann mittels UNetbootin auf einen USB-Stick gezogen habe von welchem die Installation ausgeführt wurde.

Die Installation

Die Installation des Basissystems ist kinderleicht: Vom im vorherigen Schritt erzeugten USB-Stick booten, Partitionen erzeugen und das Grundsystem installieren lassen.

Es reicht im Endeffekt aus immer auf OK bzw. weiter zu klicken.

Eine weiterreichende Anleitung gibt es im Wiki der Ubuntuusers, daher erspare ich mir die Details hier mal.

Anshcließend habe ich das System noch so eingerichtet, dass es die vorhandenen NTFS-Platten automatisch mountet, hierzu bin ich vorgegangen wie im bereits genannten Wiki der Ubuntuusers beschrieben.

Nun nur noch dem Server eine statische IP zuordnen (was ich btw. nicht im Server sondern im Router gemacht habe da einige Router da gerne mal rumzicken) und der Server steht.

Als nächstes habe ich noch mittels sudo apt-get install openssh-server den SSH-Zugriff eingerichtet und war somit im Endeffekt schon fertig.

Auch zum Thema SSH gibt es wie immer einen sehr guten Eintrag im Wiki der Ubuntuusers.

Um im Notfall auch über ein Webinterface auf denS erver zuzugreifen ahbe ich abschließend noch Webmin (welches nicht mehr in den Ubuntu-Paketquellen vorhanden ist) installiert.

Hierzu geht man in der Konsole wie folgt vor:

  1. wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.580_all.deb
  2. sudo dpkg –install webmin_1.580_all.deb

Edit

Sorry, der fehlende Absatz wurde von meinem Webhost unterschlagen, der hatte heute technische Probleme – hier ist er also:

Hinweis

Umd Webmin zu installieren müssen die mit universe gekennzeichneten Paketquellen aus etc/apt/sources.list aktiviert – d.h. nicht mit # ausgeklammert – sein!

Nach der kompletten Systeminstallation empfiehlt es sich einmal ein Komplettupdate inkl. Paketbereinigung zu “fahren”:

  • sudo su
  • apt get update
  • apt-get upgrade
  • apt-get autoremove
  • apt-get clean
  • apt-get autoclean
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2 Antworten auf “Ubuntu Homeserver Teil 1 – Das System”

  1. […] es in Teil 1 um die Einrichtung des Grundsystems geht wird heute der Medienserver für UPnP und DLNA […]

  2. […] von Euch haben sicher genau wie ich einen kleinen Homeserver der ein oder anderen Art am laufen der u.a. als UPnP/DLNA-MediaServer […]

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